Niemandsland bei Othmarsingen

Niemandsland

Jano Böhlen zeigt keine "Konzentrationsschwäche" 7B

Tja, wer hätte gedacht, dass man zwischen Aarau und Zürich so gut bouldern kann...
Das Gebiet "Niemandsland" liegt wirklich im bisherigen "Boulderniemandsland" (wobei dies nun ja gar nicht mehr stimmt!). Keine fünf Fahrminuten von der Autobahnausfahrt Mägenwil entfernt, findet sich dieser von Roland Moor entdeckte und geputzte Felsriegel aus Muschelkalk(??). Typisch sind die, in den steileren Wandbereichen zu findenden Leisten und Löcher und dann die Sloper, wenn sich die Wand zurücklehnt.
Der Felsriegel ist nicht riesig, bietet aber auf kleinstem Raum eine stattliche Anzahl von lohnenden Bouldern. Die meisten Boulder sind logische Linien, wenige sind etwas definiert (vor allem müssen die Füsse etwas "eingezogen" werden) und durch die Mischung aus "Staight Up´s" und "Traversen" lassen sich fast alle erdenklichen Kombinationen klettern - also ein schöner kleiner Spielplatz...
Hier im Topo sind nur die "augenfälligsten" Boulder und Kombinationen aufgeführt.

Grosses Merci an Roland für diesen Tipp!

Niemandsland

Anfahrt ÖV:
Am besten mit der Bahn bis zum Bahnhof Lenzburg, von dort mit dem Bus (Linie 393) bis zur Haltestelle Othmarsingen "Rössli" (9 Minuten Fahrzeit ab Lenzburg). Über "Ebnet" in gemütlichen 20 Minuten Fussweg zur Wand.
Hier direkt zum Online - Fahrplan der SBB.

Anfahrt Auto:
Auf der Autobahn Bern - Zürich bis zur Autobahnausfahrt Mägenwil / Birr. Nun Richtung Wohlen / Dottikon.
Parkplatz 1:
Ca. 300 Meter nach dem Ortsende - Schild von Othmarsingen biegt man bei den letzten Häusern links auf einen kleine Feldweg ab. Dieser führt in den Wald zu einer Grillhütte (im Winter Eislaufplatz). Hier parkieren.
Parkmöglichkeit 2:
Am Ende eines Waldstückes (links der Strasse) biegt man links auf einen Feldweg ab. Hier sofort parkieren. Parkmöglichkeit für 1 -2 Fahrzeuge (weder den Feldweg noch die Wiese des Bauern zustellen).

Lage:
Schweizer Landeskarte 1:25000:  Blatt 1090 Wohlen   
Koordinaten: 659 200 / 250 150

Zustieg:
Ab Parkmöglichkeit 1:
Ab der Grillhütte den breiten Weg immer rechts haltend im grossen Bogen auf den Berg hinauf. Sobald der Weg wieder etwas abwärts führt ist rechts das Wasserreservoir. An der Eingangstür des Reservoirs vorbei und leicht rechtshaltend absteigen unter die Wand. Von der Grillhütte gemütliche  10 - 15 Minuten.
Der Weg kann abgekürzt werden, indem man bei der Grillhütte den steilen Hang direkt auf einem kleinen Pfad hochsteigt, oben den Steinbruch umrundet und direkt vor dem Wasserreservoir auf die Forststrasse trifft.
Ab Parkmöglichkeit 2:
Der linke Forstweg führt leicht ansteigend zur Waldgrenze. Ca. 150 Meter nach der Waldgrenze sieht man links ein Wasserreservoir. An der Eingangstür des Reservoirs vorbei und leicht rechtshaltend absteigen unter die Wand. Von der Parkmöglichkeit etwa 5 - 8 Minuten.

Klima:
Die Wand liegt in einem lichten Buchenwald, sofern es trocken ist, kann das ganze Jahr gebouldert werden. Im Winter sonnig, im Sommer angenehm schattig. Am rechten Wandteil kann recht gut bei Schnee gebouldert werden.

Charakter der Kletterei:
Von senkrechten Bouldern bis hin zum grossen Dach ist alles geboten. In den steilen Bereichen gibt es Löcher, Schlitze und Leisten, sonst bouldert man auch oft an Slopern. Die steilen Boulder sind oft recht athletisch.

Bodenbereich / Kinder:
Ebener Waldboden. Gutes Absprunggelände. Der Zugang ist recht kurz und Kinderwagentauglich bis zum Reservoir (besser ist hierfür die Parkmöglichkeit 2). Das Gelände an der Wand selber ist jedoch recht kleinräumig und für Kinder nicht ideal.

Besonderes:
Wenige Leisten und Schuppen wurden etwas mit Sikka stabilisiert - gechippt ist aber nichts!
Vorsicht auf Zecken!

Bitte meldet zur Vervollständigung des Topos Begehungen der Projekte mit Namen und Schwierigkeitsvorschlägen an den "Kontakt".
Vielen Dank!

Niemandsland

  • 1. Schlüsselloch 6A+

    SD an Sloperzange mit Links und zweifinger - Loch mit Rechts. Über schlüsselloch - förmiges Loch gerade hoch.
  • 2. Moor and More 6B ***

    Start wie 1. Kurz hoch, dann am oberen Sloperband nach links und hoch zum Ausstiegsgriff von Tannöd.
  • 3. Tannöd 7A ***   (W. Antz)

      SD mit beiden Händen an dem grossen Loch. Rechts zu markantem horizontalen Schlitz und dort mittels Sloper gerade hoch zum Band.
  • 4. Lucky Loser 7A+ ***   (W. Antz)

    Wie 3. zu den Slopern. Nun aber horizontal nach links zum grossen Sloperloch und über 6. aussteigen.
  • 5. Projekt ???

    SD wie 2. Über den Leistenschlitz und weitere Leisten kerzengerade hoch (ohne die Sloper von 3., sowie der Rissspur von 6.)

  • 6. Im Niemandsland 6C  ***   (W. Antz)

    SD wie 3. - 5. mit beiden Händen an dem grossen Griff. Links haltend die seichte Rissspur hoch zu grossem Sloperloch und gerade weiter zu "Ausstiegsnase".

Wolfgang in "Konzentrationsschwäche" 7B                Foto: M. Neher

Niemandsland

  • 7. Fra Diavolo 6C+ ***   (W. Antz)

    Start in der Hocke bei gutem Griff oberhalb des rechten grossen Loches (Füsse stehen oberhalb des Bandes). Nach rechts zu schwarzen Leistenschlitz und über weitere Leiste nach rechts hoch zum grossen Sloperloch vom " Im Niemandsland" und dort aussteigen (Füsse bleiben immer oberhalb des Bandes).
  • 8. Konzentrationsschwäche 7B ***   (J. Böhlen)

    Wie "Fra Diavolo" zum Leistenschlitz, von dort direkt über die Dachkante hoch.
  • 9. Das Foucaultsche Pendel 7A / 7A+ ***   (W. Antz)

    Schöner Dachbouder - wenn die Füsse kommen, dann versteht man den Namen...
    Start in der Hocke bei Leiste und Untergriffloch oberhalb des linken grossen Loches (Füsse stehen nicht tiefer als das Loch). Ins Dach zu zwei markanten Schlitzen und weiter etwas rechts zur Dachkante zu grosser Leiste. Hier gerade hoch.
  • 10. Projekt ???

    Wie 9. zu den beiden Schlitzen in Dach. Nun aber links zu Sloper an der Dachkante und dort gerade hoch.
  • 11. Projekt ???

    Start hinten an guten Leisten. Über das markante dreieckige Loch vor zur Dachkante...
  • 12. Projekt ???

    Start hinten im Dachwinkel an guten Löchern. Über die kleinen Leisten an der Struktur im Dach vor zum grossen Griff von 13. und dort gerade hoch aussteigen.
  • 13. Minibliggs 6A+ ***

    Start am Riss links des Daches. Dem grossen Schlitz nach rechts folgen und kurz vor seinem Ende gerade hoch.
  • 14. Riss 4+

    Denn breiten Riss hoch und schauen, wie man wieder runter kommt...

  • 15. Die-Wand-zu-Riss 5

    Die Wand kurz hoch, dann schräg nach rechts oben zum Ausstieg von 14.

N

Lass die Füsse kommen...: Wolfgang in "Das Foucaultsche Pendel" 7A+ 
Foto: Annette Antz

Niemandsland

  • 16. Inception 7A ***   (W.Antz)

    SD wie 1. Tiefe Traverse nach links zum Sloperloch von 6. und dort hoch zur "Ausstiegsnase".
  • 17. Perception 7A ***   (W. Antz)

    Macht "Inception" etwas länger aber nicht schwerer.
    SD wie 1. Tiefe Traverse nach links zum Sloperloch von 6. Weiter leicht absteigen (ohne das obere Band) zur grossen Leiste in der Dachmitte und dort leicht links haltend hoch aussteigen.
  • 18. Projekt ???

    SD wie 1. Wie 17. zur Dachmitte. Nun aber möglichst tief (ohne das obere Band) nach links und am linken Ende des Daches aussteigen.
  • 19. Brotlose Kunst 6C+ ***   (W. Antz)

    SD wie "Im Niemandsland". Hoch bis zur Leiste unter dem Sloperloch, hier direkt (und auf dieser Höhe) nach links und über 9. aussteigen.
    Es kann auch über die "Konzentratinsscwäche"ausgestiegen werden. Im Winter oder nach Regen ist dieser Ausstieg oft trockener.
  • 20. Fra Diavolo Traverse 7A ***   (W. Antz)

     Start wie Fra Diavolo. Vom Sloperloch auf selber Höhe nach rechts und schräg hoch zum Ausstieg von 1.
  • 21. Projekt ???

    Start links des Daches. Am Ende des Schlitzes auf gleicher Höhe weiter bis zur Dachmitte und dort über 9. gerade hoch.

Markus Neher in der "Brotlosen Kunst" 6C+                 Foto: W. Antz

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In diesem Bereich sind weitere Boulder und Varianten möglich.